Von der Schraube bis zum Kühlturm

Westfälischer Anzeiger (04. August 2001):

Verpackungen aus Holz, Kunststoff,

Pappe, Metall: bei Mense ist „alles drin“

Von Antje Altmann

HAMM Tageslicht durchflutet die Produktionshalle der Firma „Mense Dienstleistung Industrieverpackungen“ im Uentroper Gewerbegebiet. Durch die Kunststofffassaden ist schon von außen die Betriebsamkeit silhouettenhaft wahrzunehmen. Eine Realität gewordene Vision. „Die Bauweise illustriert unser Firmenmotto ,Alles ist drin‘“, erläutert Geschäftsführer Peter Mense. „Im übertragenen Sinne machen wir jeden Kundenwunsch möglich, im wörtlichen Sinne sieht man schon von weitem, dass in unserer Halle arbeitstechnisch alles drin ist.“Das Knallen der Druckluft-Nagler, mit denen die Arbeitskräfte Holzverpackungen und -verschläge in verschiedensten Formen und Größen zusammenbauen, ist ohrenbetäubend. Da ist es im zweistöckigen Büro- und Sozialtrakt angenehmer.
Hier riecht es nach Holz und Linoleum. Die Möbel aus Birke und Vogelaugenahorn kommen in den großzügigen Räumlichkeiten gut zur Geltung. „Unsere Firmengruppe hat das ganze Objekt aus eigener Hand geplant“, sagt Mense. Das Gebäude in
Holzrahmenbauweise wurde vom Architekten Rainer Mense aus Coburg entworfen, „Mense Naturhaus“ aus Beelen übernahm die Werks- und Detailplanung und war zugleich Generalunternehmen, und die Tischlerei Mense in Ennigerloh steuerte die Möbel bei und kümmerte sich um den Innenausbau. Fünf Millionen Mark (2,56 Millionen Euro) hat die
Unternehmensgruppe in die neuen Geschäftsräume investiert. Auf einer Fläche von 15 000 Quadratmetern entstanden die 1 400 Quadratmeter große Produktionshalle sowie der 340 Quadratmeter große Bürokomplex. Im Freien stapeln sich die Hölzer, die auf Lager liegen.

Von 28 festen Mitarbeitern wurden acht neu eingestellt, darunter vier Auszubildende zum Holzmechaniker. Doch Holz ist nicht der einzige Werkstoff, den die Firma für die Herstellung ihrer Verpackungen verwendet. „Wir machen alles, was gefragt wird“, sagt der Geschäftsführer. „Auch aus Pappe, Kunststoff und Metall. Entwicklung und Optimierung. Auch bei der zu verpackenden Ware ist die Firma flexibel. Von der Schraube bis zum Kühlturm „ist alles drin“. „Wir bieten auch die Entwicklung oder Optimierung von Verpackungen an“, sagt Mense. „Der Kunde und seine Wünsche stehen für uns an erster Stelle. Das sollte für einen Dienstleister selbstverständlich sein.“ So lässt sich auch erklären, dass 30 Prozent aller Aufträge beim Kunden vor Ort ausgeführt werden. Im Dezember vergangenen Jahres wurde der erste Spatenstich bei Mense gefeiert, seit vier Wochen läuft nun der Betrieb. Und die Angestellten haben bereits jetzt alle Hände voll zu tun. „Wir haben einen festen Stamm von 20 Kunden, und es kommen ständig neue Anfragen“, freut sich Mense. „Ich hatte so manche schlaflose Nacht, als wir in der Planung waren. Jetzt weiß ich, dass der Schritt richtig war.“

Quelle “Westfälischer Anzeiger” vom 4.August 2001

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